Anforderungen


 

Wir bieten ein ganzes Spektrum von Produkten und Realisierungsstrategien für die Aufrüstung und Modernisierung Ihrer Anlage an. Beginnend bei der „bloßen“ Erneuerung der Steuerungssoftware und der zugehörigen Rechnertechnik über die zusätzliche Erneuerung der darunterliegenden E/A-Modulhardware bis hin zur vollständigen Lösung, die auch die Erneuerung der Schaltanlage einschließt, bieten wir Ihnen abhängig vom Erneuerungsbedarf die maßgeschneiderte Lösung für das Upgrade Ihrer Anlagensteuerung auf zeitgemäße Technik. Feldbussysteme zur Signalausgabe und Signaleingabe für Neuanlagen sind unser Standard. Aber wir sind auch in der Lage, uns mit unserem Steuerungssystem an jegliche Altsysteme gleich welcher Bauart anzukoppeln.

Wir scheuen keine technische Herausforderung auf dem Gebiet der Steuerungstechnik. Fragen Sie uns an. Wir schicken Ihnen gerne weiteres Info-Material zu und beraten Sie ausführlich, welche Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen und wie ihr gewünschtes Steuerungssystem realisiert werden kann.

Die Anforderungen an ein zeitgemäßes Steuerungssystem sind vielfältig. Aus einigen leicht einsehbaren Hauptforderungen ergeben sich etliche abgeleitete Detailforderungen. Jeder einzelnen dieser Forderungen tragen wir mit dem Funktionsumfang unserer Steuerung explizit Rechnung.

 

Optimaler Durchsatz
  • Optimierte Mischverfahren = Kurze Durchlauf- / Taktzeiten
  • Optimierte Einfahrreihenfolge = Eliminierung von Leertakten
  • Optimierte Beschickung = Zeitgesteuerte Be- / Entladungsvorgabe
  • Optimierung der Verfügbarkeit = Minimierung von Anlagenstillstand durch detaillierte Fehlerhinweise für jedes einzelne Aggregat; inkl. zugeordnetem Schaltplanauszug, PI-Diagramm, Aggregatdaten, Aggregatbild und Einbauort
  • Optimierung der Wartung = Durch Überwachungszuordnung für jedes einzelne Aggregat und Teil innerhalb der Anlage

 

Hohe Produktqualität

Zuverlässiges Erreichen des Qualitätszieles durch stabile Verfahrensbedingungen:

  • Verfahren = Ausgereifte Verfahren für optimales Qualitätsergebnis
  • Reproduzierbarkeit = Gleichbleibende Qualität
  • Prozessparameter = Exakte Einhaltung der Prozessparameter gemäß Verfahrensvorgabe
  • Instandhaltung = Erhaltung optimaler Nutzungseigenschaften für Materialien, Maschinen

 

Hohe Effizienz
  • Verbrauchs- und Energieeffizienz = Niedriger Verbrauchsgütereinsatz
  • Verfahrenseffizienz = Zeit- und verbrauchsoptimierte Verfahren
  • Personaleffizienz = Effektiver Personaleinsatz
  • Wartungseffizienz = Bündelung von Wartungsmaßnahmen, Vermeidung von vorzeitigem Austausch/Reparatur, Verlängerung der Lebenszeit von Aggregaten durch vorbeugende Wartung

 

Hohe Flexibilität

Flexibilität bedeutet die schnelle, einfache und weitreichende Anpassung der Steuerung ohne Programmieraufwand an aktuelle Gegebenheiten und Forderungen. Dies betrifft unterschiedliche Bereiche der Steuerung:

  • Verfahrensdefinition und –modifikation = Schnelles Einpflegen von neuen Verfahren und Verfahrensmodifikationen
  • Aggregatsteuerung = Flexible Steuerung von Aggregaten ohne Programmieraufwand zyklische, zeit- oder ereignisgesteuerte Ein- und Ausschaltung
  • Aggregatparametrierung = Unkompliziertes Hinzufügen von neuen Aggregaten.
  • Einfaches Abändern der E/A-Zuordnung.
  • Einfache Erweiterung oder Ändern der Funktionsweise durch Umparametrierung der im System enthaltenen offenen Funktionsbausteine.

 

Hohe Verfügbarkeit

Hohe Verfügbarkeit erreichen wir zum einen durch optimale Ausnutzung der Produktionszeit, d.h., Verfahrens- und Einfahroptimierung, zum anderen durch Minimierung der Produktionsunterbrechungen durch geplante und ungeplante Maßnahmen. Geplante Produktionsunterbrechungen umfassen Wartungen, Updates und Umbauten. Ungeplante Produktionsunterbrechungen treten infolge von Beschädigungen, Ausfällen, technischem Versagen und Fehlfunktionen auf.

Unsere Fahrablaufsteuerung vermeidet bei taktgebundenen Anlagen jegliche ungewollten Leertakte während der Produktion. Produktionsunterbrechungen werden durch unser System der Teilabschaltungen minimiert. Hierbei werden kurzzeitig nur die Teile der Anlage aus dem Automatikbetrieb ausgekoppelt, an denen Eingriffe vorgenommen werden sollen; die restliche Produktion läuft unverändert weiter. Dies gilt für Wartungsmaßnahmen und kurzzeitige Eingriffe zur Fehlerbehebung, zur Begutachtung des Produktes oder der Produktionseinrichtung.

Wartungsmaßnahmen können beanspruchungs- und abnutzungsgesteuert geplant werden. Unsere integrierte Laufzeitüberwachung liefert die nötigen Daten dazu und unser Wartungsplanungsmodul generiert entsprechende Benachrichtigungen für den Benutzer und zwar nur dann, wenn die tatsächliche Beanspruchung und Abnutzung der betreffenden Anlagenteile eine Wartung erforderlich machen. So wird die Produktion nur so oft und so lange unterbrochen, wie absolut nötig.

Produktionsunterbrechungen bestehen neben der eigentlichen Stillstandzeit aus den Zeiten, die das Stillsetzen und das Wiederanfahren der Anlage auf vollen Produktionsbetrieb erfordert. Da wir zum Wiederanfahren der Anlage auf keine spezielle Badbelegung oder Positionen und Zustände der Transporteinrichtungen angewiesen sind, kann die Anlage praktisch aus jedem beliebigen Zustand wieder in den Produktionsbetrieb geschaltet werden. Korrektur- und Ausgleichsfahrten werden automatisch ermittelt und durchgeführt. Das spart Zeit beim Stoppen sowie beim Wiederanlauf der Produktion, da nicht auf das Erreichen von z.B. Grundstellungen gewartet werden muss.

Unsere eingebauten Hilfsmittel zur beschleunigten Fehlerfindung minimieren Produktionsunterbrechungen im Störungsfall. Zwei- und dreidimensionale Aggregatbilder zeigen ein realistisches Bild des Bewegungszustandes der jeweiligen Aggregate, so wie er sich der Steuerung aufgrund der eingelesenen Sensorsignale darstellt. Sensoren und Signalgeber werden am Einbauort zusammen mit ihrem derzeitigen Signalzustand angezeigt. So können Signalketten überprüft, Signalzustände verifiziert und Fehlerursachen schneller ermittelt werden.

 

Hoher Bedienkomfort

Hoher Bedienkomfort entsteht, wenn…

  • Bedienfolgen klar, logisch aufgebaut und geradlinig im Steuerungssystem abgebildet sind.
  • häufig auftretende Bedienaufgaben mit wenigen Eingaben und Mausklicks erledigt werden können.
  • immer wiederkehrende Bedienfolgen zusammengefasst und auf Knopfdruck abgerufen werden können.
  • die Benutzeroberfläche der Steuerung ergonomisch und nach allgemein anerkannten Standards aufgebaut ist.

In unserer Steuerungsoberfläche werden die zu steuernden Elemente über deren möglichst realitäts- und detailgetreue grafische Darstellung angesprochen. Durch einfaches Zeigen statt umständlichen Benennen und Erklären findet der Bediener schneller und eindeutiger, was er steuern möchte. Alle Daten, die man zum Steuern und Beobachten noch benötigt, werden in alphanumerischer Anzeige mit eingeblendet. Alle zu steuernden Aggregate und Sensoren sind mit individuellen Kontrollfenstern verknüpft, über die Betriebsarten, Schaltzustände und Konfigurationswerte eingestellt und Betriebszustände und Ereignisse abgefragt werden können. Für alles in der Steuerung gibt es außerdem tabellarische Übersichten für den schnellen Gesamtüberblick und die schnelle Massenänderung von Konfigurationsdaten sowie das komfortable gleichzeitige Schalten von mehreren Aggregaten.

 

Uneingeschränkte Verfolgbarkeit

Verfolgbarkeit ist erste Voraussetzung für Prozessanalyse und Qualitätssicherung. Hier bieten wir eine stetige Verfolgung von Momentanwerten für Prozessgrößen durch eingeblendete, ständig aktualisierte Messwertanzeigen, Langzeitaufzeichnung von Prozessgrößenverläufen über Trendkurven (Datalogging) und Histogramme, ein umfangreiches Ereignismeldungs- und -aufzeichnungssystem, Protokollierung der Anlagenleistung bzw. des Anlagendurchsatzes in unterschiedlicher Stückelung, z.B. nach produzierten Chargen, Teilchargen, Warenträgern, Artikelstückzahl, Gewicht, Fläche.
Abnutzung, Wartungsbedarf, Beanspruchung von Betriebsmitteln können über unser Laufzeitprotokoll und das Verbrauchsprotokoll verfolgt werden, in denen Schaltzyklen gezählt, Betriebszeiten aufsummiert und der Verbrauch an chemischen Medien, Anoden und Hilfsstoffen aufgezeichnet wird.

Diese nicht unbeträchtliche Datenmenge wird dem Benutzer über ein Protokollausgabesystem zugänglich gemacht. Such-, Sortier- und Filterfunktionen schaffen hier die jeweils gewünschte selektive Datensicht. So werden auch große Datenmengen überschaubar und handhabbar. Für die Weiterverarbeitung können die Protokollausgaben in gängige Formate exportiert werden, entweder auf Bedarf angestoßen oder automatisch periodisch wiederholt für den Datenaustausch mit kundenseitigen EDV-Systemen.

 

Hohe Sicherheit

Die Herstellung und Bewahrung von Sicherheit gehören gewiss zu den umfassendsten und wichtigsten Themen der Automatisierungs- und Steuerungstechnik. Anlagenhersteller und Anlagenbetreiber müssen eine Vielzahl von Maßnahmen und Vorkehrungen treffen, um Sicherheit zu gewährleisten. Sicherheit bedeutet hier im Wesentlichen die Vermeidung, Abwendung und Minimierung von potentiellen Gefährdungen und Schädigungen von Personen und Gütern. Detektion des Eindringens in Gefahrenbereiche und Not-Aus-Konzepte sind die wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz von Leben und Gesundheit von Menschen in und im Umkreis von Produktionsanlagen. Im Schaltschrankbau wie auch in der Konzeption und Ausführung des gesamten elektrischen Systems der Anlagen leisten wir in Zusammenarbeit mit dem Anlagenbauer unseren Beitrag zur Erfüllung der gesetzlichen Vorschriften und darüber hinaus.

Wir fassen den Begriff Sicherheit als Aufgabe für die Steuerung jedoch noch etwas weiter. Denken Sie beispielsweise an die Bediensicherheit als Schutz vor Fehlbedienung. Benutzereingaben werden vor der Annahme im System grundsätzlich plausibilisiert, um unsinnige Eingaben zu vermeiden. Detaillierte grafische Darstellungen von Aggregaten und Sensoren sowie Schemazeichnungen, Warenträger- und Artikelfotos helfen, Verwechslungen zu vermeiden.

Zugriffssicherheit bedeutet Schutz vor unautorisierten Zugriffen. Eine mit Passwort geschützte, abgestufte Zugriffsbeschränkung legt genau fest, wer auf welche Teile des Programms zugreifen darf. Ein automatisches zeitgesteuertes Log-out schließt vergessene Zugänge und beugt Missbrauch vor. Ausfallsicherheit ist die Verpflichtung, Anlagenstillstände und Produktionsausfälle zu verhindern. Datensicherheit bedeutet Schutz vor Datenverlusten, denen wir mit automatischen Backups und Datenspiegelung begegnen. Reaktionssicherheit schließlich bedeutet Schutz vor Unterlassung wichtiger Handlungen. Unsere Steuerung kommuniziert mit dem Benutzer über ein Informationssystem mit Textmeldungen auf Bildschirm oder Drucker, SMS-Nachricht, Hup- oder Leuchtmeldung oder bildlich symbolisch und anschaulich. Meldungen an den Benutzer werden natürlich protokolliert und falls eine Quittierungspflicht besteht, wird auch die Quittierung mit Datum, Ereignis und Namen des Quittierenden aufgezeichnet. Dies ist ein weiterer Sicherheitsaspekt: die Sicherheit, dass alle vom System erfassten Ereignisse und Reaktionen des Bedienpersonals zu einem späteren Zeitpunkt zur Rekonstruktion eines Hergangs nachvollzogen werden können.